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Facebook Marketplace : Betrugsmasche Geld per UPS

UPS ist ein bekannter amerikanischer Paketdienst, der weltweit Sendungen zustellt. Eben diesen
Bekanntheitsgrad machen sich die Täter bei dieser Masche zunutze.
Schützen Sie sich vor Online Betrüger✅ Unbenannt-1024x581 Facebook Marketplace : Betrugsmasche Geld per UPS

Zunächst einmal meldet sichder Betrüger auf dem Facebook Marketplace bei einem Inserenten. Das Profil des Betrügers wurde natürlich entweder extra für diesen Zweck erstellt oder gehackt. Beim Verkaufsgespräch äußert der Täter dann die Bitte, die Ware bar über einen Kurierdienst zu bezahlen. Hier zeigen sich die Betrüger häufig kreativ und erfinden allerlei Ausreden, warum keine Überweisung oder andere Zahlungsart möglich sei. Vielleicht wechseln sie gerade die Bank und haben aktuell kein Bankkonto oder aber die Ware ist ein Geschenk für den Partner, weshalb keine Zahlung beim Bankauszug erscheinen soll. Stattdessen machen sie das Angebot, das Geld per UPS oder Fedex bar in einem Umschlag zu schicken. Danach würden sie einen Abholservice vorbeischicken, der die Ware abholt. Viele Anbieter wundern sich nun über diese ungewöhnliche Barzahlung und stimmen aber dennoch zu. Schließlich versprechen die Betrüger, im Vorfeld zu zahlen und die Ware erst dann abzuholen. Sobald der Inserent dem Angebot zustimmt, fragen die Täter abschließend die persönlichen Daten inklusive der E-Mail Adresse ab. Die Daten bräuchten sie für die Geldsendung und Warenabholung.

Jedoch kommen dann weder die Geldsendung noch der Paketbote für die Warenabholung beim Anbieter an. Stattdessen erhält er eine gefälschte E-Mail von UPS, in der ein zweistelliger Betrag für den Transport verlangt wird. Falls sich der Anbieter dann weigert, diesen Betrag zu zahlen, melden sich die Betrüger und klagen zunächst darüber, dass das Geld schon verschickt und die Warenabholung ohne die Zahlung nicht möglich sei. Weigert sich der Anbieter dann weiterhin, die vermeintliche Rechnung zu begleichen, erhält er zumeist drohende E-Mails, die Anzeigen und rechtliche Schritte in den Raum stellen. Lenkt der Anbieter schließlich ein, wird häufig eine Zahlung per Paysafecard verlangt. Wer den Tätern dann einmal den PIN-Code für die Paysafecard schickt, kann sich sicher sein, dass dieser sofort eingelöst wird und er nie wieder etwas von den Tätern hört. Das versprochene Geld erhält der Anbieter natürlich nie.

Das ganze läuft wie folgt:

  1. Ein Artikel steht zum Verkauf
  2. Ein Facebook Account (gehackt oder Fake) meldet sich und zeigt Interesse
  3. Nun folgen Bezahloptionen per UPS Express oder FEDEX Geld Transport.
  4. . Man soll seine Kontaktdaten angeben (Adresse, Name, Email,…) und bekommt daraufhin eine Fake Email in der (meistens) 50€ für einen UPS Transport verlangt wird.
  5. Nun soll man diese 50€ bezahlen. Meist kommt hier die einfache Methode der Paysafecard zum Einsatz. Eine Paysafecard kann in jeder Tankstelle oder jedem Kiosk erworben werden. Sie ist anonym und wer den PIN-Code besitzt, besitzt das Guthaben.
  6. Nachdem das Opfer die Paysafecard organisiert hat wird ein Foto davon verlangt. Darauf zu sehen der PIN-Code.
  7. Nun lösen die Betrüger das Guthaben mit dem auf dem Foto erkennbaren Code ein und das Geld ist weg. Meist werden diese Vorgänge aus dem Ausland gesteuert.

Anbei ein Beispiel

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Wer sich gegen die Betrugsmasche „Bezahlung per Briefsendung“ schützen will, sollte wie sonstauch stets das Profil des Interessenten prüfen. So haben Fake-Profile zwar häufig einen deutschen Namen und ein seriöses Profilbild. Allerdings bestehen die Accounts zumeist erst seit kurzem und haben nur Freunde aus dem Ausland, in diesem Fall häufig aus Afrika. Zudem weisen sowohl die Profilinformationen als auch die Nachrichten der Betrüger häufig Grammatik-und Rechtschreibfehler auf. Durch den Einsatz von Google Translate lassen sich diese Fehler zwar reduzieren. Seltsam wirkt die Ausdrucksweise in den Nachrichten dann aber trotzdem. Am wichtigsten bleiben aber wohl die Vorsichtsmaßnahmen, dass weder die persönlichen Daten geteilt noch einer Barzahlung per Postversand zugestimmt werden sollte. Es gibt einfach keinen Grund, warum keine Bezahlung per PayPal, Überweisung, Paysafecard oder anderen Zahlungsdienstleistern möglich ist. Zudem sollten sich Betroffene auch nicht aus der Ruhe bringen lassen, falls doch einmal aggressiv mit solchen Forderungen gedroht wird.

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